Die Malu Dreyer Krankheit ist seit vielen Jahren öffentlich bekannt: Die frühere Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz lebt mit Multipler Sklerose, kurz MS. Die Diagnose erhielt sie nach übereinstimmenden öffentlichen Angaben im Jahr 1995. Erst elf Jahre später sprach sie offen über ihre Erkrankung.
Trotz ihrer eingeschränkten Mobilität verfolgte Dreyer über Jahrzehnte eine erfolgreiche politische Karriere. Von Januar 2013 bis Juli 2024 führte sie Rheinland-Pfalz als erste Ministerpräsidentin des Bundeslandes. Dabei nutzte sie bei längeren Wegen zeitweise einen Rollstuhl.
Über ihren genauen Krankheitsverlauf, ihre Medikamente oder mögliche MS-Schübe ist dagegen kaum etwas bekannt. Diese medizinischen Einzelheiten gehören zu ihrer Privatsphäre. Deshalb muss klar zwischen bestätigten Aussagen über Malu Dreyer und allgemeinen Informationen über Multiple Sklerose unterschieden werden.
Malu Dreyer Krankheit im Überblick
| Frage | Bestätigter Stand |
| Welche Krankheit hat Malu Dreyer? | Multiple Sklerose |
| Wann wurde die Krankheit diagnostiziert? | 1995 |
| Wie alt war sie bei der Diagnose? | Etwa 34 Jahre |
| Wann machte sie die Krankheit öffentlich? | 2006 |
| Nutzt Malu Dreyer einen Rollstuhl? | Zeitweise, insbesondere bei längeren Strecken |
| Ist ihr genauer MS-Typ bekannt? | Nein |
| Sind ihre Medikamente bekannt? | Nein |
| War die Krankheit ein Grund für ihren Rücktritt? | Ja, nach ihren Aussagen spielte sie eine wichtige Rolle |
| War MS der einzige Rücktrittsgrund? | Das ist nicht belegt |
| Wann kündigte sie ihren Rücktritt an? | 19. Juni 2024 |
| Wann endete ihre Amtszeit? | 10. Juli 2024 |
| Engagiert sie sich weiterhin für MS-Betroffene? | Ja, unter anderem als Schirmherrin der DMSG Rheinland-Pfalz |
Welche Krankheit hat Malu Dreyer?
Malu Dreyer leidet an Multipler Sklerose. MS ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Das zentrale Nervensystem umfasst das Gehirn und das Rückenmark.
Bei der Erkrankung richtet sich ein Teil des Immunsystems gegen körpereigene Strukturen. Dadurch können Entzündungen entstehen, welche die schützenden Hüllen der Nervenfasern und später auch die Nerven selbst schädigen.
Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft beschreibt MS als eine Erkrankung, deren Beschwerden, Verlauf und Behandlungserfolg von Mensch zu Mensch stark variieren. Deshalb wird sie auch als „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“ bezeichnet.
Wann erhielt Malu Dreyer die MS-Diagnose?
Bei Malu Dreyer wurde nach ihren eigenen Aussagen im Jahr 1995 Multiple Sklerose diagnostiziert. Sie war damals etwa 34 Jahre alt und stand am Anfang ihrer politischen Laufbahn.
In einem Interview mit der ZEIT bestätigte Dreyer sowohl das Diagnosejahr als auch den Umstand, dass sie die Erkrankung anschließend elf Jahre lang nicht öffentlich machte.
Auch die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft nennt 1995 als Diagnosejahr. Sie führt Dreyer weiterhin als prominentes Beispiel dafür, dass Menschen mit chronischen Erkrankungen verantwortungsvolle berufliche Aufgaben übernehmen können.
Warum hielt Malu Dreyer ihre Krankheit zunächst geheim?
Malu Dreyer sprach erst im Jahr 2006 öffentlich über ihre Multiple Sklerose.
Im ZEIT-Interview erklärte sie, dass ihr Arzt ihr nach der Diagnose geraten habe, zunächst nur einen sehr engen Personenkreis einzuweihen. Sie solle warten, bis sie sich innerlich stark genug fühle, selbstbewusst mit der Erkrankung an die Öffentlichkeit zu gehen.
Außerdem wollte Dreyer nach eigener Aussage nicht ausschließlich über ihre Krankheit wahrgenommen werden. Sie wollte sich zunächst durch ihre Persönlichkeit und ihre politische Arbeit definieren und nicht als „die Kranke“ gelten.
Der lange Zeitraum zwischen Diagnose und öffentlicher Bekanntgabe zeigt, wie persönlich eine solche Entscheidung ist. Auch bekannte Menschen sind nicht verpflichtet, sämtliche Gesundheitsdaten öffentlich zu machen.
Wann wurde Malu Dreyers Multiple Sklerose öffentlich bekannt?
Da die Diagnose 1995 gestellt wurde und Dreyer elf Jahre später darüber sprach, machte sie ihre Erkrankung im Jahr 2006 öffentlich.
In späteren Interviews erklärte sie, dass ihre Offenheit vielen anderen Menschen Mut gemacht habe. Gerade Menschen mit chronischen Krankheiten oder sichtbaren Behinderungen hätten ihr zurückgemeldet, dass ihr Beispiel ihnen Hoffnung gebe.
In einer stern.de-Galerie wird sie mit der Aussage zitiert, dass sie sich darüber freue, sowohl als Frau in einem hohen politischen Amt als auch als Politikerin mit chronischer Erkrankung ein Vorbild zu sein.
Sitzt Malu Dreyer im Rollstuhl?
Malu Dreyer nutzt zeitweise einen Rollstuhl. Sie ist jedoch nicht nachweislich dauerhaft darauf angewiesen.
Bereits 2013 beschrieb das SZ-Magazin, dass Dreyer insbesondere bei längeren Strecken einen Rollstuhl verwendet.
Sie trat in der Öffentlichkeit sowohl gehend als auch im Rollstuhl auf. Teilweise nutzte sie außerdem andere Mobilitätshilfen. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, wie sie sich heute im privaten Alltag bewegt oder wie häufig sie Unterstützung benötigt.
Fotos oder Fernsehbilder zeigen lediglich eine einzelne Situation. Sie erlauben keine medizinische Beurteilung ihres Krankheitsverlaufs.
Warum die Formulierung „an den Rollstuhl gefesselt“ falsch ist
Die Redewendung „an den Rollstuhl gefesselt“ sollte vermieden werden. Ein Rollstuhl schränkt einen Menschen nicht zwangsläufig ein. Vielmehr kann er Selbstständigkeit, Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.
Treffender sind Formulierungen wie:
- Malu Dreyer nutzt zeitweise einen Rollstuhl.
- Bei längeren Strecken verwendet sie einen Rollstuhl.
- Sie ist in ihrer Mobilität eingeschränkt.
- Sie nutzt bei Bedarf eine Mobilitätshilfe.
Welche Symptome hat Malu Dreyer?
Über Malu Dreyers persönliche MS-Symptome liegen nur wenige verlässliche Informationen vor.
Öffentlich bekannt ist vor allem ihre eingeschränkte Mobilität. Sie hat jedoch nicht umfassend offengelegt, welche neurologischen Beschwerden sie im Alltag hat.
Nicht öffentlich bestätigt sind beispielsweise:
- Sehstörungen
- Taubheitsgefühle
- Schmerzen
- Muskelkrämpfe
- Sprachstörungen
- Blasenprobleme
- Konzentrationsstörungen
- konkrete Lähmungserscheinungen
- aktuelle MS-Schübe
- eine bestimmte Form von Fatigue
Solche Beschwerden können allgemein bei Multipler Sklerose auftreten. Sie dürfen aber nicht automatisch Malu Dreyer zugeschrieben werden.
Welche Symptome kann Multiple Sklerose allgemein verursachen?
Die möglichen Beschwerden einer MS hängen davon ab, welche Bereiche im Gehirn oder Rückenmark von Entzündungen betroffen sind.
Zu den möglichen Symptomen gehören:
- Sehstörungen oder Doppelbilder
- Kribbeln und Taubheitsgefühle
- Muskelschwäche oder Lähmungserscheinungen
- Gangunsicherheit
- Gleichgewichtsstörungen
- Spastik und Muskelsteifheit
- Probleme beim Greifen
- Schwindel
- Schmerzen
- Blasenstörungen
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
- Fatigue, also eine ungewöhnlich starke Erschöpfbarkeit
Die DMSG betont jedoch, dass nicht jeder Betroffene dieselben Beschwerden entwickelt. Außerdem führt Multiple Sklerose nicht zwangsläufig zu schwerer Behinderung oder zu einer dauerhaften Rollstuhlnutzung.
Welchen Verlauf hat Malu Dreyers Krankheit?
Der genaue Verlauf von Malu Dreyers Multipler Sklerose ist nicht öffentlich bekannt.
Es gibt keine verlässlich bestätigten Angaben zu:
- ihrer genauen MS-Verlaufsform
- Anzahl oder Häufigkeit früherer Schübe
- möglichen MRT-Befunden
- neurologischen Untersuchungen
- Krankheitsaktivität
- Fortschreiten der Erkrankung
- aktuellen körperlichen Einschränkungen
- ihrer individuellen Prognose
Aus der zeitweisen Nutzung eines Rollstuhls kann nicht auf einen bestimmten MS-Typ geschlossen werden.
Auch die Tatsache, dass Dreyer ihre politische Arbeit über viele Jahre ausüben konnte, beweist weder einen milden noch einen schweren Verlauf. Multiple Sklerose kann sich in unterschiedlichen Lebensphasen sehr verschieden zeigen.
Welche Arten von Multipler Sklerose gibt es?
Fachleute beschreiben verschiedene Verlaufsformen. Vereinfacht gehören dazu:
Schubförmige Multiple Sklerose
Bei einer schubförmigen MS treten neue Beschwerden oder deutliche Verschlechterungen in einzelnen Krankheitsphasen auf. Diese Symptome können sich danach vollständig oder teilweise zurückbilden.
Sekundär progrediente Multiple Sklerose
Bei manchen Betroffenen geht ein zunächst schubförmiger Verlauf später in eine langsam fortschreitende Form über. Einschränkungen können dann auch unabhängig von klar erkennbaren Schüben zunehmen.
Primär progrediente Multiple Sklerose
Bei dieser Form verschlechtert sich der Gesundheitszustand von Beginn an schrittweise, ohne dass deutlich voneinander abgegrenzte Schübe auftreten müssen.
Welche dieser Formen bei Malu Dreyer vorliegt, ist nicht öffentlich bestätigt. Die allgemeinen Kategorien dürfen deshalb nicht auf sie übertragen werden.
Welche Medikamente nimmt Malu Dreyer?
Malu Dreyer hat keine verlässlich bestätigten Angaben zu ihren konkreten MS-Medikamenten veröffentlicht.
Unbekannt ist daher, ob sie:
- Tabletten einnimmt
- regelmäßige Injektionen erhält
- Infusionsbehandlungen bekommt
- eine Antikörpertherapie nutzt
- Medikamente gegen einzelne Symptome einnimmt
- ihre Behandlung im Laufe der Jahre gewechselt hat
Medikamente und Behandlungsentscheidungen gehören zu den besonders privaten Gesundheitsinformationen. Ohne eine persönliche Bestätigung sollten dazu keine Vermutungen veröffentlicht werden.
Ist Multiple Sklerose heilbar?
Multiple Sklerose ist nach heutigem medizinischem Stand nicht ursächlich heilbar. Allerdings stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Nach Angaben der DMSG verfolgen die Therapien mehrere Ziele:
- akute Entzündungen während eines Schubs hemmen
- neue Krankheitsaktivität reduzieren
- das Fortschreiten von Einschränkungen verlangsamen
- beschwerdearme Phasen verlängern
- einzelne Symptome lindern
- mögliche Komplikationen verhindern
Neben Medikamenten können unter anderem Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychotherapie und neuropsychologische Behandlungen eingesetzt werden. Die konkrete Therapie hängt von der individuellen Situation ab.
Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und ersetzt keine Untersuchung oder Beratung durch einen Neurologen.
War Malu Dreyers Krankheit der Grund für ihren Rücktritt?
Malu Dreyer kündigte am 19. Juni 2024 an, ihr Amt als Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz abzugeben.
In ihrer offiziellen Erklärung sagte sie zunächst, dass ihre Kraft nicht mehr ausreiche, um den hohen Anforderungen des Amtes weiterhin in ihrem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Sie erklärte, dass sie für ihre Termine, die Verantwortung und den ständigen Druck deutlich mehr Energie als früher aufbringen müsse. Ihr „Akku lädt nicht mehr so schnell auf“, sagte sie.
Die offizielle Erklärung nannte Multiple Sklerose nicht ausdrücklich als alleinige Ursache. Deshalb wäre die Aussage, MS habe sie unmittelbar zum Rücktritt gezwungen, zu eindeutig.
Welche Rolle spielte die MS tatsächlich?
In einem späteren Interview sprach Dreyer konkreter über den Zusammenhang zwischen ihrer Grunderkrankung und ihrer Entscheidung.
Sie berichtete, sie habe mit ihren Therapeuten über ihre Belastungsgrenze gesprochen. Gemeinsam seien sie zu dem Ergebnis gekommen, dass eine dauerhafte Überschreitung dieser Grenze angesichts ihrer chronischen Erkrankung ein gesundheitliches Risiko darstellen könne.
Damit ist gut belegt, dass ihre Multiple Sklerose bei der Entscheidung eine wichtige Rolle spielte.
Trotzdem war die Erkrankung vermutlich nicht der einzige Faktor. Dreyer sprach zugleich über:
- eine dauerhaft hohe Arbeitsbelastung
- sehr lange Arbeitstage
- kaum freie Wochenenden
- zahlreiche aufeinanderfolgende Krisen
- den Europawahlkampf
- fehlende Erholungsphasen
- eine zunehmende körperliche Erschöpfung
Eine sachliche Formulierung lautet daher:
Malu Dreyers chronische Erkrankung und das gesundheitliche Risiko einer dauerhaften Überlastung trugen nach ihren eigenen Aussagen zum Rücktritt bei. MS war jedoch nicht nachweislich der einzige Grund.
Wie hoch war Malu Dreyers Arbeitsbelastung?
Dreyer erklärte in ihrem Abschiedsinterview, dass sie üblicherweise rund 80 Stunden pro Woche gearbeitet habe. Teilweise seien es nach ihrer eigenen Schätzung 90 oder sogar 100 Stunden gewesen.
Außerdem habe es während ihrer Amtszeit kaum freie Wochenenden gegeben. Besonders während des Europawahlkampfes habe sie gemerkt, dass eine Nacht Schlaf nicht mehr ausreichte, um sich vollständig zu erholen.
Diese Angaben stammen von Dreyer selbst und sind keine unabhängig geprüften Arbeitszeitaufzeichnungen. Dennoch zeigen sie, wie belastend sie das Amt empfand.
Die geschilderte Erschöpfung darf jedoch nicht automatisch als akuter MS-Schub, Burn-out, Depression oder medizinisch diagnostizierte MS-Fatigue bezeichnet werden. Dafür gibt es keine öffentliche Bestätigung.
Wann trat Malu Dreyer tatsächlich zurück?
Am 19. Juni 2024 gab Dreyer zunächst ihre Entscheidung bekannt, das Amt abzugeben. Zu diesem Zeitpunkt war sie weiterhin Ministerpräsidentin.
Die Wahl ihres Nachfolgers war für den 10. Juli 2024 vorgesehen.
Am 10. Juli 2024 endete schließlich ihre Amtszeit. Alexander Schweitzer wurde ihr Nachfolger. Dreyer hatte Rheinland-Pfalz seit dem 16. Januar 2013 regiert und war die erste Frau an der Spitze des Bundeslandes.
Wie lange war Malu Dreyer trotz Krankheit politisch aktiv?
Malu Dreyer erhielt die MS-Diagnose 1995. Danach setzte sie ihre politische Laufbahn fort.
Zu ihren wichtigsten Stationen gehören:
- 1995: Eintritt in die SPD und kommunalpolitisches Amt in Bad Kreuznach
- 1997: Sozialdezernentin in Mainz
- 2002: Eintritt in die rheinland-pfälzische Landesregierung
- 2013: Wahl zur Ministerpräsidentin
- 2016: Wiederwahl und Bildung einer Ampelkoalition
- 2021: erneute Bestätigung als Ministerpräsidentin
- 2024: Übergabe des Amtes an Alexander Schweitzer
Insgesamt gehörte sie von 2002 bis 2024 der Landesregierung an. Davon war sie elf Jahre Sozialministerin und weitere elf Jahre Ministerpräsidentin. Die offiziellen Landesinformationen führen sie als Regierungschefin von 2013 bis 2024.
War Malu Dreyers Krankheit während ihrer Amtszeit ein Hindernis?
Ihre Multiple Sklerose beeinflusste ihre Mobilität. Dennoch übernahm Dreyer über viele Jahre eines der anspruchsvollsten politischen Ämter Deutschlands.
Sie machte jedoch deutlich, dass ihr Beispiel nicht bedeute, jeder Mensch mit MS müsse dieselbe Belastung bewältigen können. Krankheitsverlauf, persönliche Lebenssituation, Behandlung und Unterstützung unterscheiden sich erheblich.
Dreyer wollte vielmehr zeigen, dass eine körperliche Einschränkung eine Person nicht automatisch für eine Führungsposition ungeeignet macht.
Ihre öffentliche Präsenz im Rollstuhl trug außerdem dazu bei, sichtbare Behinderung in einem politischen Spitzenamt selbstverständlicher erscheinen zu lassen.
Ist Malu Dreyer ein Vorbild für Menschen mit MS?
Viele Betroffene sehen Malu Dreyer als Vorbild, weil sie ihre Erkrankung offen ansprach und zugleich eine lange politische Karriere verfolgte.
Die DMSG führt sie auch 2026 als Politikerin und Schirmherrin des Landesverbands Rheinland-Pfalz. Die Organisation hebt hervor, dass Dreyer nach ihrer Diagnose ihre Karriere fortsetzte und öffentlich zeigte, dass Menschen mit chronischen Erkrankungen verantwortungsvolle Spitzenämter ausüben können.
Dabei sollte ihr persönlicher Weg nicht als Leistungsmaßstab für andere Betroffene verstanden werden. Ein Mensch mit schwereren Symptomen ist nicht weniger mutig oder weniger erfolgreich als jemand, der weiterhin einem Vollzeitberuf nachgehen kann.
Was macht Malu Dreyer nach ihrem Rücktritt?
Kurz vor dem Ende ihrer Amtszeit sagte Dreyer, sie wolle zunächst zur Ruhe kommen und für eine gewisse Zeit keine neuen großen Aufgaben übernehmen.
Ihr damaliger Wunsch, „einfach mal nichts zu machen“, beschrieb vor allem die unmittelbare Zeit nach mehr als zwei Jahrzehnten in der Landesregierung.
Sie verschwand jedoch nicht vollständig aus dem öffentlichen Leben. Nach Angaben der DMSG engagiert sie sich weiterhin als Schirmherrin des Landesverbands Rheinland-Pfalz für Menschen mit Multipler Sklerose.
Über ihren gegenwärtigen Alltag, ihre gesundheitliche Entwicklung und mögliche weitere politische Aufgaben liegen keine umfassenden öffentlichen Informationen vor.
Hat sich Malu Dreyers Multiple Sklerose verschlimmert?
Eine konkrete medizinische Verschlechterung wurde im Zusammenhang mit ihrem Rücktritt nicht öffentlich bestätigt.
Dreyer sagte, dass ihre Energie abgenommen habe und sie mehr Zeit zur Erholung benötige. Außerdem erklärte sie, dass eine dauerhafte Überlastung wegen ihrer Grunderkrankung ein Risiko darstellen könne.
Daraus lässt sich jedoch nicht sicher schließen, dass:
- ihre MS fortgeschritten ist
- sie einen akuten Schub hatte
- neue neurologische Schäden entstanden sind
- ihre Behandlung nicht mehr wirkt
- sie dauerhaft stärker auf einen Rollstuhl angewiesen ist
Solche Aussagen wären ohne medizinische Bestätigung spekulativ.
Gibt es Gerüchte über Malu Dreyers Gesundheit?
Bei bekannten Personen entstehen häufig Gerüchte, sobald sich ihr Aussehen, ihre Mobilität oder ihre berufliche Situation verändert.
Bei Malu Dreyer sollten insbesondere folgende Behauptungen kritisch betrachtet werden:
„Malu Dreyer kann nicht mehr laufen“
Dafür gibt es keine verlässliche öffentliche Bestätigung. Bekannt ist lediglich, dass sie bei längeren Strecken beziehungsweise zeitweise einen Rollstuhl nutzt.
„Ihre MS ist plötzlich stark fortgeschritten“
Eine solche Entwicklung wurde nicht bestätigt.
„Ärzte haben ihr verboten, weiterzuarbeiten“
Dreyer sprach von Gesprächen mit ihren Therapeuten und einem möglichen gesundheitlichen Risiko. Sie sagte jedoch nicht, dass ein Arzt ihr die Fortsetzung des Amtes ausdrücklich verboten habe.
„Malu Dreyer ist wegen eines akuten Schubs zurückgetreten“
Ein akuter Schub wurde nicht öffentlich bestätigt.
„Sie nimmt ein bestimmtes MS-Medikament“
Zu ihrer konkreten medikamentösen Behandlung liegen keine bestätigten Angaben vor.
Malu Dreyer Krankheit: Was ist bestätigt und was bleibt privat?
Öffentlich bestätigt
- Malu Dreyer hat Multiple Sklerose.
- Die Diagnose erfolgte 1995.
- Sie machte die Erkrankung 2006 öffentlich.
- Sie nutzt bei längeren Strecken beziehungsweise zeitweise einen Rollstuhl.
- Ihre Grunderkrankung spielte bei der Entscheidung zum Rücktritt eine Rolle.
- Ihre Amtszeit endete am 10. Juli 2024.
- Sie engagiert sich weiterhin als DMSG-Schirmherrin.
Nicht öffentlich bekannt
- ihr genauer MS-Typ
- ihre Medikamente
- aktuelle Untersuchungsergebnisse
- mögliche MRT-Befunde
- Zahl und Zeitpunkt früherer Schübe
- konkrete neurologische Symptome
- Häufigkeit der Rollstuhlnutzung im Alltag
- persönliche Prognose
- genaue zukünftige gesundheitliche Entwicklung
FAQ zur Malu Dreyer Krankheit
Malu Dreyer hat Multiple Sklerose. Dabei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Gehirns und Rückenmarks.
Bei ihr wurde im Jahr 1995 Multiple Sklerose diagnostiziert.
Sie wurde 1961 geboren und war bei der Diagnose im Jahr 1995 etwa 34 Jahre alt.
Sie machte ihre Multiple Sklerose im Jahr 2006 öffentlich, elf Jahre nach der Diagnose.
Nach ihren Aussagen riet ihr Arzt dazu, die Diagnose zunächst nur mit einem engen Personenkreis zu teilen. Sie wollte außerdem erst dann darüber sprechen, wenn sie sich innerlich stark genug fühlte.
Das ist nicht bekannt. Öffentlich bestätigt ist, dass sie vor allem bei längeren Strecken beziehungsweise zeitweise einen Rollstuhl nutzt.
Sie wurde bei öffentlichen Auftritten sowohl gehend als auch im Rollstuhl gesehen. Ihr aktueller täglicher Mobilitätsstatus ist jedoch privat.
Ihre genaue MS-Verlaufsform ist nicht öffentlich bekannt.
Ihre Medikamente wurden nicht verlässlich öffentlich genannt.
Ein aktueller oder mit dem Rücktritt zusammenhängender MS-Schub wurde nicht bestätigt.
Ihre chronische Erkrankung und das Risiko einer dauerhaften Überlastung trugen nach ihren Aussagen zur Entscheidung bei. MS war jedoch nicht nachweislich der einzige Grund.
Eine konkrete Verschlechterung ihrer Multiplen Sklerose wurde nicht bestätigt. Bekannt ist nur, dass ihre Energie und Erholungsfähigkeit nach eigener Aussage abgenommen hatten.
Sie kündigte ihren Rücktritt am 19. Juni 2024 an. Ihre Amtszeit endete am 10. Juli 2024.
Alexander Schweitzer wurde am 10. Juli 2024 ihr Nachfolger als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz.
Multiple Sklerose ist derzeit nicht ursächlich heilbar. Moderne Therapien können jedoch Schübe reduzieren, Symptome lindern und den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen.
Ja. Die DMSG führt sie weiterhin als Schirmherrin ihres Landesverbands Rheinland-Pfalz.
Fazit: Was über Malu Dreyers Krankheit wirklich bekannt ist
Die Malu Dreyer Krankheit ist keine unbestätigte Vermutung. Bei der früheren Ministerpräsidentin wurde 1995 Multiple Sklerose diagnostiziert. Im Jahr 2006 machte sie die Erkrankung öffentlich.
Dreyer nutzt bei Bedarf einen Rollstuhl, insbesondere bei längeren Strecken. Trotzdem blieb sie über Jahrzehnte politisch aktiv und regierte Rheinland-Pfalz von Januar 2013 bis Juli 2024.
Ihre chronische Erkrankung spielte nach ihren eigenen Aussagen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, das Amt abzugeben. Zugleich berichtete sie von außergewöhnlich langen Arbeitswochen, wenigen Erholungspausen und zunehmender Erschöpfung. Deshalb wäre es zu einfach, die Multiple Sklerose als einzigen Rücktrittsgrund darzustellen.
Nicht bekannt sind ihr genauer Krankheitsverlauf, ihre Medikamente oder mögliche Schübe. Diese Informationen gehören zu ihrer Privatsphäre. Seriöse Berichterstattung sollte deshalb keine Diagnosen aus Fotos, öffentlichen Auftritten oder allgemeinen MS-Symptomen ableiten.

